Die Aachener Nachrichten über „Gift – Eine Ehegeschichte“

„Pfarrer Hannokarl Weishaupt begrüßt die Gäste als herzlicher Gastgeber zur Premiere des Stücks, das für ihn „Fragen des Lebens“ ausspreche.“ (…) „In der behutsamen und klugen Inszenierung von Harald Demmer verkörpern Franziska Arndt und Felix Frenken das Paar, „Sie“ und „Er“, das sich nach neun Jahren auf einem Friedhof wieder trifft.“ (…) „Werke von Lot Vekemans sind tief gefühlt, greifen dort an, wo es wehtut.“ (…) „Demmer weiß das, geht verantwortungsvoll und klar damit um, meidet Effekte.“ (…) „Franziska Arndt und Felix Frenken schaffen das mit großer Natürlichkeit und darstellerischer Kraft.“ (…) „Die Berührung wie Franziska Arndt, die nach bissigen Attacken weinend zusammenbricht, dem Mann eine seelische Not offenbart, die er nicht begreifen kann.“ (…) „Das schicksalhafte „Warum?“ schwebt im Kirchenraum, wie ein scharfes Messer.“ (…) „Da legt sich Gesang wie eine tröstende Hand wiederholt über den Schmerz – der Heinrich-Schütz-Chor stimmt das „Kyrie“ nach Ludwig van Beethovens „Mondscheinsonate“ an, sanft im abgedunkelt unendlich wirkenden Raum, lässt das Publikum durchatmen.“ (…) „Später werden sie John Rutters „The Lord bless you and keep you“ und zum Schluss Josef Gabriel Rheinbergers „Abendlied“ anstimmen, schlicht und schön, eine stimmige Regie-Idee.“ (…) „Demmer lässt Leben spielen, führt die beiden Menschen nach Gefühlsexplosionen immer wieder zusammen.“ (…) „Es gibt einen Moment intensiver Zweisamkeit, kurz, schnell verweht.“ (…) „Wenn sie sich im Schmerz krümmt und ihn bittet: „Halte mich!“, wird die Stille im Kirchenraum greifbar.“ (…) „Großer Applaus, weiße Rosen für alle.“ (…)

Aachener Nachrichten 25.10.2026

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